Antike Stätte und Zivilisationen
Schatz des Karun (Lydia)
Hierbei handelt es sich um Kunstgegenstände, die bei den illegalen Ausgrabungen am in der Nähe von Güre in der Provinz Usak gelegenen Toptepe-Grabhügel im Jahre 1965, am Ikiztepe-Grabhügel im Jahre 1966 und am Aktepe I-Grabhügel im Jahre 1968 zutage gefördert und von Antiquitäten-Schmugglern im Jahre 1970 an das Metropolitan-Kunstmuseum in New York verkauft worden waren. Diese Gegenstände stellen die schönsten Beispiele für das lydische Kunstschaffen im vi. Jh. v.Chr. dar. Nach langen, seitens des Ministeriums für Kulturelle Angelegenheiten ausgefochtenen Rechtsstreitigkeiten konnten obige Werke im Jahre 1993 in die Türkei zurück geführt werden (Museum von Usak).
Die Abbildung zeigt ein Pektoral in Form der Sonnenscheibe aus dem lydischen Schatz des Karun; Achat und Gold, 6. Jh. v. Chr. (Museum von Usak).

Zeus-Altar in Pergamon Diesen Altar ließ der Herrscher von Pergamon, Eumenes II., in den Jahren 197-159 v.Chr. errichten. Er wurde bei Ausgrabungen in Pergamon, die seit 1865 von deutschen Archäologen begonnen worden waren, gefunden und nach Berlin verbracht. Im Berliner Staatlichem Museum wurde er einer Restauration unterzogen und schließlich im Jahre 1871 ausgestellt. Seit dieser Zeit lautet der Name des ausstellenden Museums auch "Pergamon-Museum".
Büste von Alexander d.Gr.
Auch diese 42 cm hohe Marmorbüste wurde bei den Ausgrabungen in Pergamon gefunden; sie kann in das 3. Jh. v.Chr. datiert werden. Von den Originalbüsten, die der mazedonische König Alexander d.Gr. zu Lebzeiten durch berühmte Bildhauer jener Zeit anfertigen ließ, ist keine bis in unsere Tage erhalten geblieben; es finden sich nur Kopien jener Originale. Die in Pergamon gefundene Büste gelangte im Pariser Louvre-Museum zu Weltruhm (Archäologisches Museum Istanbul).
Aphrodisias
Dies ist eine antike Stadt in der Nähe des Distrikts Karacasu in der Provinz Aydin, die im Namen der Göttin Aphrodite gegründet wurde. Von der Bronzezeit bis zur byzantinischen Periode (2800 v.Chr.-220 n.Chr.) war diese Gegend dicht besiedelt. Bei archäologischen Ausgrabungen wurden ein Aphrodite-Tempel, ein Konzert- und Theaterbau, das Stadion und die Agora sowie Bäder ans Licht gebracht. Aphrodisias war schon in der Frühzeit als ein bedeutendes Bildhauerzentrum bekannt. Das Stadion von Aphrodisias gehört zu den am besten erhaltenen Stadien antiker Städte in Anatolien.
Artemis-Tempel in Ephesus
Dies ist der berühmte Tempel in Ephesus in der Nähe von Izmir, der in der Antike als eines der 7 Weltwunder galt; er ist auch als Astemision bekannt. Der erste Tempelbau wurde in den Jahren 560-550 v.Chr. vom lydischen König Krösus im ionischen Stil angelegt. Infolge einer Brandstiftung im Jahre 356 v.Chr. wurde der Bau noch einmal in gleicher Größe, diesmal aber 3 m höher, errichtet. Der Grundriss des Bauwerks hat die Ausmaße 55.10 x 115 m. Der durch seine Marmorstatuen berühmte Tempel war der größte Tempel in hellenistischer Zeit. Im Jahre 262 n.Chr. wurde er durch die Goten zerstört und nicht noch einmal aufgebaut. Reste des Tempelgebäudes, die bei im Namen des British Museums gemachten Ausgrabungen von J.T. Wood in den Jahren 1869-1874 und von D.G. Hogart in den Jahren 1904-1905 gefunden wurden, verbrachte man nach England.

Die Abbildung zeigt ein Relief am Fuß einer Säule, die aus den Tempelüberresten des Arthemis-Tempels aus Ephesus stammt.
Ruinen von Sardes
Diese Ruinen liegen im Distrikt Salihli der Provinz Manisa. Es handelt sich hier um eine antike Stadt, die einst Hauptstadt des lydischen Reiches war. In seit dem XIX. Jh. durchgeführten archäologischen Ausgrabungen wurden ein Arthemis-Tempel, eine Sportanlage, ein Stadion sowie mehrere römische und byzantinische Bäder gefunden. Die hier dargestellte Abbildung zeigt einen Teil der Sportanlage.
Halikarnassos-Mausoleum in Bodrum
Das Grabmal des persischen Statthalters Mausolos in Bodrum-Halikarnassos zählte zu den 7 Weltwundern der Antike. Nach dem Tod des Mausolos im Jahre 352 v.Chr. begann man auf Veranlassung seiner Frau Arthemisia mit dem Bau, der von den Architekten Pytheos und Satyrus ausgeführt wurde. Je eine Gebäudefront wurde von den berühmten Bildhauern jener Zeit namens Skopas, Timotheus, Bryaris und Leochares bearbeitet. Das Bauwerk wies die Maße 60 x 80 m bei einer Höhe von 46 m auf; das Dach wurde von 9 x 11 Säulenreihen gestützt. Überreste des Gebäudes fanden beim Bau der Bodrumer Festung Verwendung. Teile des Mausoleums wurden Mitte des XIX. Jh. nach London in das British Museum überführt.

Frühe Zivilisationen, Antike Städte
Aspendos (Belkıs)
Diese im Altertum gegründete antike Stadt liegt 48 km östlich von Antalya. Ihr herausragendstes Bauwerk ist das Theater, das gemeinsam mit seiner Bühne das besterhaltene Beispiel römischer Theater in Anatolien darstellt. Es weist eine Zuschauerkapazität von 15.000 Plätzen auf und wurde während der Herrschaftsperiode von Kaiser Antonius Pius (138–164) von einem Architekten namens Zenon erbaut.
Die unterirdische Stadt Derinkuyu
Diese Städte liegt im Landkreis Derinkuyu der Provinz Nevşehir. Sie wurde zur Zeit der Verbreitung des Christentums durch Aushöhlung der weichen unterirdischen Gesteine errichtet und diente zur Verteidigung und auch als Versteck. Man vermutet ihre Errichtung zwischen dem VI. und X. Jahrhundert. Links und rechts von schmalen Gängen und Übergängen befinden sich die Räume. Die Städte ist mit verzweigten Belüftungsschächten versehen, und verfügt über Kapellen und einen Brunnen.
Die unterirdische Stadt Kaymaklı
Diese Städte liegt 15 km von Nevşehir entfernt. Sie wurde zum Schutz der Christen vor Verfolgung durch Aushöhlung der Gesteine im VI.- X. Jahrhundert errichtet. Die Städte besteht aus acht Etagen, wobei sich die Etagen und Abteilungen um einen Belüftungsschacht anordnen. Die durchschnittliche Höhe der Räume, die sich um eine Vorhalle gliedern, liegt bei 2 m. Die Kapellen sind im Vergleich zu den Räumen wesentlich größer und höher.

Die Celsus-Bibliothek von Ephesos
Dieses Bauwerk gehört zu den wichtigsten Überresten der antiken Stadt Ephesos bei Selçuk, İzmir. Es wurde in der römischen Periode in den Jahren 115 – 117 errichtet. Im Jahre 260 wurde die Bibliothek Opfer eines Brandes. Ihre zweistöckige Fassade erlangte durch ihre prachtvolle Architektur Ruhm. In den Wänden der Bibliothek befinden sich übereinander dreireihige Nischen, in denen die Schriftrollen aufbewahrt wurden.